Damit Schnarcher zur Ruhe kommen

Das Schnarchen ist in den letzten Jahren immer mehr in den Mittelpunkt medizinischer Diskussionen geraten. Die meisten Schnarcher kommen durch die Lärmbelästigung ebenso wenig wie die nächste Umgebung in die wichtigen Tiefschlafphasen und sind morgens unausgeschlafen.

SchlafenAußerdem wird nicht selten beobachtet, dass der Schnarcher, um selbst seinen Geräuschen zu entgehen, gelegentlich den Atem anhält, sodass sogar der lebenswichtige Sauerstoff im Blut abfallen kann. Bei gleichzeitig bestehenden weiteren Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Blutzuckererkrankung und Fettstoffwechselstörungen, könnte es zu schwerwiegenden Herz-Kreislaufproblemem kommen.

Wie Schnarchen entsteht

Dass überhaupt jemand schnarcht, bedeutet, dass er oder sie in der Nacht durch den Mund atmet. Reicht die Luftmenge, die durch die Nase aufgenommen wird nicht aus, öffnet der Mensch automatisch den Mund, um die Aufnahmekapazität zu erhöhen. Da im Schlaf auch die Muskeln des weichen Gaumens erschlafft sind, werden sie und insbesondere das Zäpfchen im Atemstrom in Schwingung versetzt, wodurch das bekannte Schnarchgeräusch entsteht. Zu all dem wird gerade das Zäpfchen beim Hin- und Herflattern mechanisch derart strapaziert, dass es zunehmend Gewebewasser einlagert. So wird das Zäpfchen mit der Zeit immer länger und das Schnarchen immer lauter.

Nächtliche MundatmungAusgeschlafen

Neben anatomischen Verformungen der Nase - angeboren oder nach Unfällen - zählen zu den häufigsten Gründen der nächtlichen Mundatmung die Anschwellung der Nasenschleimhäute, z.B. bei akutem oder chronischem Schnupfen, Allergien oder auch chronischen Herzerkrankungen, bei denen es nachts zu Anschwellungen der Nase kommen kann.

Alkohol und Übergewicht

Abendlicher Alkoholgenuss ist eine der Hauptprobleme in diesem Zusammenhang. Durch die Erweiterung der Blutgefäße unter Alkohol kommt es ebenfalls zur Schwellung der Nasenschleimhaut. Eine zweite weit verbreitete Gruppe von Schnarchern ist die der Übergewichtigen. Man spricht hier von einer "relativen Nasenatmungsbehinderung". Das bedeutet, die Nasenfunktion wäre prinzipiell ausreichend, wenn der mit Sauerstoff zu versorgende Körper nicht so massig wäre.

Lösungsvorschläge

Die Lösung, wie das Schnarchen und vor allem die Atemaussetzer verhindert werden können, reichen von kleinsten Hilfsmitteln mit oft nur fragwürdiger Wirkung über eine Überdruckbeatmungsmaske bis hin zu operativen Eingriffen. Derartige Operationen sind aber sinnvoll, wenn wesentliche Nasenatmungsbehinderungen oder extreme Veränderungen der Gaumensegel ausgemacht werden. Auch sollten - bis auf Ausnahmen - immer erst die Ursache (Nase) und dann nachfolgend, wenn nötig, das Erfolgsorgan (Zäpfchen) chirurgisch verändert werden, da das Schnarchen oft schon nach der ersten Operation verschwindet. Ein Eingriff an der Nase ist völlig schmerzfrei und eine Kürzung des Zäpfchens kann später ambulant erfolgen.